Kraulschwimmen als erste Schwimmart

„Wozu lernt mein Kind Kraulschwimmen? Warum lernt es nicht die 'klassische' Fortbewegungsart im Wasser, auch Brustschwimmen genannt?“. Oder: „Wozu braucht mein Kind die Fähigkeiten des Schwebens und Gleitens im Wasser, wenn es doch eigentlich bloß schwimmen lernen soll?“. Das könnten einige der Fragen sein, die vielen Eltern im Kopf herumschweben, wenn sie ihr Kind durch das Fenster oder von der Tribüne aus beim Schwimmunterricht beobachten.

Wir bitten Sie deshalb: Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um die Idee dahinter zu verstehen.

Der Schwerpunkt des Anfängerschwimmkursangebots im Rahmen des Hochschulsportes der CAU zu Kiel liegt nicht, wie bei vielen anderen Anbietern, in der reinen und isolierten Vermittlung der Brustschwimmtechnik. Vielmehr verfolgt sie das Ziel, die Orientierung in und unter Wasser, sowie die sichere Fortbewegung in sowohl Bauch-, als auch Rückenlage zu vermitteln. Die Kinder sollen in erster Linie eine angstfreie Beziehung zum Wasser aufbauen, lernen, auf ihre eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und Sicherheit in ihren Handlungen erlangen.

Aufgrund des hohen zeitlichen Aufwandes, der für den Erwerb der korrekten Brustschwimmtechnik erforderlich ist, finden andere elementare Bereiche wie Springen, Tauchen, Atmen, Schweben und Gleiten vor der Umstellung auf das Konzept Kraulschwimmen als erste Schwimmtechnik nur wenig bis gar keine Berücksichtigung. Und das obwohl insbesondere die Bereiche Schweben und Gleiten unverzichtbare Fertigkeiten sind, die für das korrekte Erlernen jeder weiteren Schwimmtechnik notwendig sind. Durch die konzeptionelle Umstellung wird das Erlernen dieser ungemein wichtigen Fertigkeiten ermöglicht, intensiviert und auf diese Weise eine solide Grundlage geschaffen.

Der eigentlichen Schwimmstil-/Technikschulung geht also immer eine umfangreiche Wassergewöhnungsphase voraus, in der eine möglichst angstfreie Lernatmosphäre im Wasser geschaffen wird. Nur wenn sich ein Kind im Wasser wohl fühlt, kann es die Fähigkeit erlangen, die es braucht, um seinen Körper mühelos in einer waagerechten Wasserlage zu halten. Erst wenn dies gegeben ist, macht eine Schulung weiterführender Schwimmtechniken wirklich Sinn.

Darüber hinaus ähnelt die in unserer Schwimmschule vermittelte Vorform der Kraultechnik an die intuitiven Bewegungsmuster von Kindern ohne Vorerfahrungen im Schwimmen. Deshalb fällt das Erlernen dieser Technik vielen Kindern leichter, als die deutlich komplexere Brusttechnik. Im frühen Kindesalter ist die Entwicklung der koordinativen Fähigkeiten noch in Anfängen, wodurch Kinder, welche zuerst mit der Komplexität der Brusttechnik konfrontiert werden, häufig eine sogenannte „Schere“ entwickeln, die nur schwer bis teilweise gar nicht reversibel ist.

Ein weiterer positiver Aspekt der Konzeptumstellung auf Kraulschwimmen als erste Schwimmart, ist, dass Ihrem Kind neben der modifizierten Kraultechnik auch die Grundlagen für das Rückenschwimmen vermittelt werden. Das Beherrschen des Schwimmens in Rückenlage hat vielerlei Vorteile. Nicht nur ist es besonders gelenkschonend, sondern dabei auch sehr energieeffizient. Das Schwimmen auf dem Rücken erfordert bei korrekter Wasserlage deutlich weniger Anstrengung, als in Brustlage und geht nicht mit dem häufig zu beobachteten Phänomen einher, bei dem das Kind den Kopf aus Angst, Wasser in Mund, Nase oder Augen zu bekommen, in den Nacken reißt. Diese fehlerhafte Haltung führt zu hartnäckigen Verspannungen und macht eine optimale Wasserlage unmöglich.

Was bedeutet das nun für Sie? Wie können Sie Ihr Kind noch besser beim Schwimmenlernen unterstützen?

Durch Übungen, die wir Ihnen online in Form von Videoaufnahmen und Texten zur freien Verfügung stellen, möchten wir unser Konzept verdeutlichen und Sie bei dem Lernprozess Ihres Kindes mit ins Boot holen. Mit den Materialien möchten wir Sie sowohl motivieren, am Lernprozess Ihres Kindes teilzunehmen, sowie Inspiration und Anleitungen für Übungsmomente im Wasser mit an die Hand geben. Für den Zugang der Videos benötigen Sie ein Passwort. Dieses wird Ihnen zu Semesterbeginn per Email zugeschickt und kann darüber hinaus jederzeit bei den Übungsleitern ihres Kindes erfragt werden.

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Schweben

 
  • Seerose

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Wie sieht die Übung aus?

Das Kind legt sich wie zu einem Mittagsschlaf“ in Rückenlage, den Blick zur Decke gerichtet auf die Wasseroberfläche. Beim Ablegen des Oberkörpers auf das „Wasserbett“, sollte das Kind alle Gliedmaßen seitlich von sich strecken, sodass das Bild einer Seerose entsteht, die ausgebreitet auf dem Wasser liegt. Der Bauch und das Becken werden dabei vorsichtig Richtung Wasseroberfläche balanciert.

Worauf sollte geachtet werden?

Körperstreckung/-spannung:

Das Anwinkeln eines Körperteils, beispielsweise des Knies, verhindert das natürliche Steigen des Körpers im Wasser. Die Beine wirken dann nach dem Prinzip eines Ankers, der den restlichen Körper nach unten zieht. Ebenso sinkt das Kind bei einer Körperhaltung „wie ein nasser Sack“, sprich einer fast sitzenden Position. Es sollte also auf eine Anspannung und Streckung des gesamten Körpers, sowie auf das vorsichtige Ausbalancieren des Körperschwerpunkts geachtet werden, um eine treibende Seerose zu erreichen. Sie können Ihr Kind unterstützen, indem Sie eine Hand unter den Rücken legen. Zusätzlich vermitteln Sie Ihrem Kind dabei Sicherheit.

Kopfhaltung:

Der Kopf sollte flach auf dem Wasser liegen, sodass die Nasenspitze zur Decke zeigt. Wird der Kopf angehoben und/oder der Blick auf die Füße gerichtet, kommt es oft dazu, dass auch der Körper schnell wieder absinkt. Als Verlängerung der Wirbelsäule beeinflusst der Kopf durch seine Position automatisch den Grad und die Richtung der Wirbelsäulenkrümmung, also die gesamte Körperhaltung. Neigt sich der Kopf zur Brust, wird ein Großteil der Körperspannung aufgehoben und es entsteht eine Rundung im Rücken, gefolgt von einem Absinken des Beckens. 

Ablegen des Oberkörpers:

Für viele Kinder stellt das rückwärtige Ablegen des Oberkörpers und Kopfes ins Wasser eine große Überwindung dar. Aus Angst, dass Wasser verschluckt werden oder in die Augen und Ohren laufen könnte, bleiben sie häufig in einer aufrechten, eher sitzenden Haltung, welche ein Schweben an der Wasseroberfläche unmöglich macht.

  • Seestern

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Wie sieht die Übung aus?

Das Kind schwebt mit ausgebreiteten Gliedmaßen wie ein Seestern in Bauchlage auf der Wasseroberfläche. Das Gesicht liegt dabei im Wasser, der gesamte Körper befindet sich in einer angespannten Streckung.

Worauf sollte geachtet werden?

Körperstreckung/-spannung:

Voraussetzung dafür, dass das Kind an der Wasseroberfläche schwebt, ist eine anhaltende Spannung und Streckung des gesamten Körpers von den Finger- bis in die Fußspitzen. Geübt werden kann dies auch bereits an Land vor dem Schwimmen durch beispielsweise Lockerungs- und Streckungsübungen unter der Dusche oder das Einnehmen der erwünschten Position auf dem Boden.

Kopfhaltung:

Der Kopf sollte flach auf dem Wasser liegen. Wird der Kopf, der als Verlängerung der Wirbelsäule über die Lage des restlichen Körpers im Wasser bestimmt, aus dem Wasser gehoben und/oder in den Nacken gezogen, hebt sich ein Großteil der Körperspannung auf und es entsteht ein Hohlkreuz im Rücken, wodurch das Becken oftmals absinkt. Den Körper aus dieser Position zum Schweben zu bringen, ist nur unter großer Anstrengung bis gar nicht möglich.

Ablegen des Oberkörpers:

Um den Mut aufzubringen den Oberkörper auf das Wasser und den Kopf ins Wasser zu legen, müssen in erster Linie Ängste abgebaut werden. Viele Kinder versuchen aus Angst vor dem Eindringen von Wasser in Mund, Nase, Augen und Ohren, eine aufrechte Position beizubehalten, welches ein Gelingen der Übung verhindert.

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Gleiten

 
  • Gleiten in Rückenlage

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Wie sieht die Übung aus?

Ausgangsposition:

Das Kind hält sich zunächst mit beiden Händen am Beckenrand fest. Die Füße werden gegen die Wand gestemmt, sodass die Knie gebeugt sind und den Bauch berühren. Das Becken/Gesäß ist auf Höhe der Füße. Während des Countdowns zur „Raketenzündung“ werden die „Triebwerke“ gestartet. Das soll heißen, dass eine Vorspannung im Körper erzeugt wird, bei der sich das Kind noch fester an der Wand festhält und sich vorstellt, es wolle mit seinen Füßen die Beckenwand eindrücken. 

Bewegungsausführung:

Auf das Startkommando hin, lösen sich die Hände vom Beckenrand und die Füße drücken sich mit aller Kraft von der Wand ab. Die Beine vollziehen dabei eine komplette Streckung und die Arme werden eng an den Körper genommen, um dem Wasser eine möglichst kleine Bremsfläche zu bieten, denn nur so ist eine lange Gleitphase möglich. Der Kopf liegt dabei auf dem Wasser mit Blickrichtung zur Decke. Diese Position sollte so lange gehalten werden, bis kein Vortrieb mehr vorhanden ist und die Beine automatisch wieder absinken. Wie eine Rakete „schießt“ das Kind in einer vollkommenen Köperstreckung an der Wasseroberfläche durch das Becken.

Worauf sollte geachtet werden?

Körperschwerpunkt:

Besonderer Beachtung gilt beim Start der Positionierung des Gesäßes, welches nicht unterhalb der Füße durchhängen sollte. Denn aus dieser tiefen Position ist es unnötig schwer für das Kind seinen Bauch und sein Becken an die Wasseroberfläche zu bringen und zu gleiten. Häufig bleiben Kinder mit einer solchen Startposition auch nach dem Abdrücken von der Wand in dieser „sitzenden“ Haltung und verursachen damit einen zu großen Wasserwiderstand, der sofort bremsend wirkt.

Körperlage:

Nachdem sich die Füße von der Wand abgedrückt haben, sollte eine maximale Körperstreckung vollzogen und Ganzkörperspannung aufgebaut werden. Bauch und Becken werden so an die Wasseroberfläche gebracht.

Armhaltung:

Nach dem Abdruck müssen die Arme eng an die Seiten des Körpers gepresst werden. Zum einen wird dadurch die gewünschte Körperspannung hergestellt, zum anderen erzeugt der Körper in dieser Position am wenigsten Widerstand und kann Beschleunigung erfahren.

Kopfhaltung:

Der Kopf liegt flach auf dem Wasser mit dem Blick zur Decke gerichtet. Wird der Kopf angehoben und/oder das Kinn zur Brust gezogen, so sinken folglich Becken und Beine ab. Aus diesem Grund hat die Kopfposition bei allen Übungen eine bedeutende Rolle: Als Verlängerung der Wirbelsäule entscheidet er maßgeblich über die Haltung, Neigung und Bewegungsrichtung des Körpers im Wasser.

 

  • Gleiten in Bauchlage

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Wie sieht die Übung aus?

Ausgangsposition:

Der/die Übende hält sich mit einer Hand am Beckenrand fest, der andere Arm zeigt gestreckt in die gewünschte Bewegungsrichtung. Der Kopf wird über Wasser auf gleiche Weise ausgerichtet. Die Füße sind geschlossen, mit den Fußspitzen zum Beckenboden zeigend, fest gegen die Wand gestemmt. Dabei werden die Knie stark gebeugt. Das Gesäß befindet sich über den Fersen, nah an der Beckenwand. Der Oberkörper ist somit bereits in der optimalen Bauchlage zum Gleiten ausgerichtet. Während des Countdowns zur „Raketenzündung“ werden schon die „Triebwerke“ gestartet. Das soll heißen, dass eine Vorspannung im Körper erzeugt wird, bei der sich das Kind noch fester an der Wand festhält und versucht mit seinen Füßen die Beckenwand „einzudrücken“. 

Bewegungsausführung:

Beim „Start“ wird noch einmal tief eingeatmet, die Hand löst sich vom Beckenrand und die Füße drücken sich mit aller Kraft von der Wand ab. Der hintere Arm wird über der Wasseroberfläche nach vorne zum zweiten Arm geführt. Zeitgleich werden der Kopf und das Gesicht ins Wasser genommen. Beide Arme liegen gestreckt nebeneinander, umschließen dabei den Kopf und formen mit den Händen eine Spitze, um die Bremsfläche so gering wie möglich zu halten für ein langanhaltendes Gleiten. Die Beine vollziehen dabei eine komplette Streckung und liegen ebenfalls dicht beieinander. Das Kind soll versuchen, diese Position so lange zu halten, bis die Füße aufgrund des stetig abnehmenden Vortriebs zu sinken beginnen. Wie eine Rakete „schießt“ das Kind in einer vollkommenen Körperstreckung an der Wasseroberfläche durch das Becken.

Worauf sollte geachtet werden?

Armstreckung:

Der vordere Arm muss ganz gestreckt sein und in die gewünschte Schwimmrichtung zeigen. Durch eine zu entspannte Haltung des Arms, läuft das Kind Gefahr nach dem Start an Körperspannung zu verlieren.

Vorspannung:

Anders als beim Abstoßen in Rückenlage ist bei dieser Übung besonders wichtig, dass das Kind während des „Countdowns“ schon eine leichte Vorspannung aufbaut, um einen möglichst kraftvollen Abstoß von der Beckenwand zu begünstigen. Dieser starke Abdruck wird benötigt, um den bestehenden Wasserwiderstand des Körpers und vor allem den entstehenden Widerstand durch die vorwärts gerichtete Bewegung des zweiten Armes zu überwinden. Um also eine möglichst lange Gleitphase zu erreichen, muss ein kräftiger Abdruck von der Wand erfolgen, der in erster Linie durch eine gute Vorspannung erreicht wird.

Körperlage:

Nachdem sich das Kind mit den Füßen von der Wand abgedrückt hat, sollte eine maximale Körperstreckung vollzogen und die Ganzkörperspannung aufrechterhalten werden. Bauch und Becken werden so an die Wasseroberfläche gebracht.

Armbewegung:

Das Nachvorneführen des hinteren Armes wirkt für einen Moment, besonders wenn der Arm unter statt über Wasser nach vorne geführt wird, dem Abstoß bremsend entgegen. Für eine möglichst geringe Bremswirkung und ein somit erfolgreicheres Gleiten, sollte der Arm weit über der Wasseroberfläche nach vorne geführt werden.

Armhaltung:

Die Arme sollten vollständig gestreckt sein und den Kopf umschließen. Die Hände können zusammengeführt werden und eine Spitze formen. Zum einen wird so die gewünschte Körperspannung hergestellt, zum anderen erzeugt der Körper in dieser Position am wenigsten Widerstand und kann Beschleunigung erfahren. Werden die Ellenbogen angewinkelt, wird der Körper sofort ausgebremst.

Kopfhaltung:

Der Kopf liegt flach auf dem Wasser und der Blick ist zum Beckenboden gerichtet. Wird der Kopf hochgenommen und in den Nacken geworfen, beginnen Becken und Beine automatisch zu sinken. Aus diesem Grund hat die Kopfposition bei allen Übungen eine bedeutende Rolle: Als Verlängerung der Wirbelsäule entscheidet sie maßgeblich über die Haltung, Neigung und Bewegungsrichtung des Körpers im Wasser.

Bein/Fußposition:

Die Beine und Füße sollten gestreckt eng aneinander liegen, um einen möglichst geringen Wasserwiderstand zu erzeugen und die Körperstreckung aufrecht zu erhalten.

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Antrieb

 
  • Kraulbeinschlag in Rückenlage

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Wie sieht die Übung aus?

Ausgangsposition:

Das Kind hält sich zunächst mit beiden Händen am Beckenrand fest. Die Füße werden gegen die Wand gestemmt, sodass die Knie gebeugt sind und den Bauch berühren. Das Becken/Gesäß ist auf Höhe der Füße. Während des Countdowns zur „Raketenzündung“ werden die „Triebwerke“ gestartet. Das soll heißen, dass eine Vorspannung im Körper erzeugt wird, bei der das Kind sich noch fester an der Wand festhält und sich vorstellt, es wolle mit seinen Füßen die Beckenwand eindrücken. 

Bewegungsausführung:

Auf das Startkommando hin, lösen sich die Hände vom Beckenrand und die Füße drücken sich mit aller Kraft von der Wand ab. Die Beine vollziehen dabei eine komplette Streckung und die Arme werden eng an den Körper genommen, um dem Wasser eine möglichst kleine Bremsfläche zu bieten, denn nur so ist eine lange Gleitphase möglich. Der Kopf liegt dabei auf dem Wasser mit Blickrichtung zur Decke. Diese Position sollte so lange gehalten werden, bis kein Vortrieb mehr vorhanden ist und die Beine automatisch wieder absinken. Wie eine Rakete „schießt“ das Kind in einer vollkommenen Köperstreckung an der Wasseroberfläche durch das Becken.
Sobald der Vortrieb nachlässt, setzt das Kind den Kraulbeinschlag ein, ohne dabei die Körperspannung und Wasserlage zu verlieren. Durch den aktiven Wechselbeinschlag und das Halten der optimalen Wasserlage bewegt sich das Kind vorwärts.

Wechselbeinschlag:

Die Beine bewegen sich wechselseitig auf und ab. Der Schlag kommt aus der Hüfte. Knie und Fußgelenk sind dabei gestreckt, aber gleichzeitig locker. Die isolierte Betrachtung eines einzelnen Kraulbeinschlages erinnert sinnbildlich an eine peitschenartige Bewegung.

Worauf sollte geachtet werden?

Beinbewegung:

Die Bewegung kommt aus der Hüfte und nicht aus den Knien! Bloß während der Druckphase ist ein kleiner Kniewinkel zu beobachten. Es ist ratsam, von Beginn an auf eine hohe Beinschlagfrequenz mit entsprechend kleiner Amplitude zu achten. Denn: je grösser die Amplitude, desto größer auch der Wasserwiderstand. Ziel ist es in jeder Schwimmtechnik, die Wasserwiderstände zu minimieren, um eine Gleitphase zu ermöglichen. Darüber hinaus birgt eine zu große Amplitude die Gefahr, dass das Becken absinkt und die erarbeitete Wasserlage leidet. Das Fußgelenk sollte lockergelassen werden. Außerdem sind zwischen Zug- und Druckphase (auf und ab) keine Pausen oder Verzögerungen vorhanden. Der Beinschlag ist eine fließende und rhythmische Bewegung.

  • Kraulbeinschlag in Bauchlage

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 Wie sieht die Übung aus?

Ausgangsposition:

Der/die Übende hält sich mit einer Hand am Beckenrand fest, der andere Arm zeigt gestreckt in die gewünschte Bewegungsrichtung. Der Kopf wird über Wasser auf gleiche Art ausgerichtet. Die Füße sind geschlossen, mit den Fußspitzen zum Beckenboden zeigend, fest gegen die Wand gestemmt. Dabei werden die Knie stark gebeugt. Das Gesäß befindet sich über den Fersen, nah an der Beckenwand. Der Oberkörper ist somit bereits in der optimalen Wasserlage zum Gleiten in Bauchlage ausgerichtet. Während des Countdowns zur „Raketenzündung“ werden schon die „Triebwerke“ gestartet. Das soll heißen, dass eine Vorspannung im Körper erzeugt wird, bei der sich das Kind noch fester an der Wand festhält und versucht mit seinen Füßen die Beckenwand „einzudrücken“. 

Bewegungsausführung:

Beim „Start“ wird noch einmal tief eingeatmet, die Hand löst sich vom Beckenrand und die Füße drücken sich mit aller Kraft von der Wand ab. Der hintere Arm wird über der Wasseroberfläche nach vorne zum zweiten Arm geführt. Zeitgleich werden der Kopf und das Gesicht ins Wasser genommen. Beide Arme liegen gestreckt nebeneinander, umschließen dabei den Kopf und formen mit den Händen eine Spitze, um die Bremsfläche so gering wie möglich zu halten für ein langanhaltendes Gleiten. Die Beine vollziehen dabei eine komplette Streckung und liegen ebenfalls dicht beieinander. Das Kind soll versuchen, diese Position so lange zu halten, bis die Füße auf Grund des stetig abnehmenden Vortriebs zu sinken beginnen. Wie eine Rakete „schießt“ das Kind in einer vollkommenen Körperstreckung an der Wasseroberfläche durch das Becken.

Diese Position soll kurz vom Kind gehalten werden. Sobald der Vortrieb nachlässt, setzt das Kind den Kraulbeinschlag ein, ohne dabei die Körperspannung und korrekte Wasserlage zu verlieren. Nun gleitet der Übende durch den aktiven Wechselbeinschlag vorwärts.

Wechselbeinschlag:

Die Beine bewegen sich wechselseitig auf und ab. Der Schlag kommt aus der Hüfte. Knie und Fußgelenk sind dabei gestreckt, aber gleichzeitig locker. Die isolierte Betrachtung eines einzelnen Kraulbeinschlages erinnert sinnbildlich an eine peitschenartige Bewegung.

Worauf sollte geachtet werden?

Beinbewegung:

Die Bewegung kommt aus der Hüfte und nicht aus den Knien! Bloß während der Druckphase ist ein kleiner Kniewinkel zu beobachten. Es ist ratsam, von Beginn an auf eine hohe Beinschlagfrequenz mit entsprechend kleiner Amplitude zu achten. Denn: je grösser die Amplitude, desto größer auch der Wasserwiderstand. Ziel ist es in jeder Schwimmtechnik, die Wasserwiderstände zu minimieren, um eine Gleitphase zu ermöglichen. Darüber hinaus birgt eine zu große Amplitude die Gefahr, dass das Becken absinkt und die erarbeitete Wasserlage leidet. Das Fußgelenk sollte lockergelassen werden. Außerdem sind zwischen Zug- und Druckphase (auf und ab) keine Pausen oder Verzögerungen vorhanden. Der Beinschlag ist eine fließende und rhythmische Bewegung.